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Ausnahmen sind kein Randthema
Eine Rechnung ohne Bestellnummer, ein Kunde mit zwei Adressen oder ein Datum im falschen Format reichen aus, um einen geradlinigen Ablauf zu stoppen. Diese Fälle sind kein späteres Detail, sondern Teil der Planung.
Für jeden wichtigen Schritt sollte feststehen, was bei fehlenden oder widersprüchlichen Daten passiert: korrigieren, zurückfragen, überspringen oder an eine Person übergeben.
Ein Ausgang für den Zweifel
Nicht jede Ausnahme muss automatisch gelöst werden — oft reicht, sie sauber zu erkennen und an einen Menschen zu übergeben. Ein Workflow, der im Zweifel anhält, markiert und nachfragt, ist wertvoller als einer, der rät und still Fehler produziert.
Die Übergabe braucht einen Empfänger und genügend Kontext. Eine bloße Fehlermeldung ohne Vorgang, Ursache und nächsten Schritt spart niemandem Arbeit.
Sichtbar scheitern statt still
Die gefährlichste Automatisierung ist die, die im Verborgenen versagt. Wenn niemand merkt, dass ein Schritt seit Tagen nicht mehr läuft, ist der Schaden größer als beim ursprünglichen Handgriff. Deshalb gehört zu jedem Ablauf, dass er sich meldet: was lief, was hakte, was Aufmerksamkeit braucht.
Ein Workflow mit klarer Fehlerbehandlung und einer Benachrichtigung im richtigen Moment ist kein Luxus. Er ist die Voraussetzung dafür, dass man Automatisierung überhaupt verantworten kann.
Kernaussage
Notieren Sie schon bei der Planung die häufigsten Ausnahmen. Legen Sie fest, wann der Ablauf anhält, wer informiert wird und welche Angaben diese Person zur Klärung erhält.
